Corona App

Nachdem ich um eine Zusammenfassung meiner diesbezüglichen Blogs gebeten wurde, hier kommt sie:

  • Nicht alle Personen, die Symptome aufweisen, werden auf den Virus getestet. Es müssen weitere Voraussetzungen vorliegen. Dh in vielen Fällen wissen erkrankte Personen nicht, ob sie den Virus in sich tragen.
  • Erkrankt in einem Haushalt eine Person am Virus werden nicht automatisch alle anderen in Quarantäne geschickt.

Bereits damit ist die Sinnhaftigkeit der App in Frage gestellt und nicht der Weisheit letzter Schluss. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum Personen, die auf engen Raum zusammenleben, nicht in Quarantäne müssen, aber jene Personen, die mit einem fünfzehnminütigen 2 Meterabstand in der App gespeichert sind, schon.

 

  • Am 9. April auf orf.at gefunden: "Das Problem ist zurzeit allerdings: Letztgültig überprüfen lässt sich alles, was die App macht, nicht. Den Code kennen zurzeit nur die Menschen, die sie entwickeln ..." Ich verstehe überhaupt nicht, warum die Freigabe des Codes nicht in die Vertragsverhandlungen als Bedingung mitaufgenommen wurde.

 

Alles, was die App machen würde, wird bereits jetzt durch den Verwaltungsapparat erledigt: Bei Erkrankung werden jene Personen kontaktiert, die innerhalb der letzten 48 Stunden mit der erkrankten Person in Kontakt waren. Die App wäre somit "nur" eine administrative Vereinfachung. Für mich würde die  Verpflichtung der AppInsatallation einen unverhältnismäßigen Eingriff in Grundrechte bedeuten. Dies ist meine ganz persönliche Meinung. Ich bin froh, dass es in diesem Land zahlreiche Juristen gibt, die mittlerweile auch zu dem Thema Stellung genommen (Richtervereinigung der Verwaltungsrichter) und sich dagegen ausgesprochen haben. 

 

Jeder kann freiwillig machen was er will. Und allen, die mir erklären, es wirkt nur, wenn alle mitmachen, denen muss ich entgegenhalten, dass es nur dann wirken würde, wenn alle getestet werden und zwar ausnahmslos und nicht nur jene, die Symptome aufweisen. Aber nicht einmal die werden ausnahmslos getestet.

 

So und ab jetzt widme ich mich wieder den schönen Dingen im Leben. ...