nicht

Ich bin nicht geimpft.

 

Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, habe Für und Wider abgewogen und bin, so wie mittlerweile bei all meinen Entscheidungen, meinem Gefühl gefolgt. Und das Gefühl war eindeutig. Aber selbst das Gefühl habe ich hinterfragt. Ich habe mich gefragt, ob ich mich aus Sturheit nicht impfen lasse. Denn ich mag es nicht, wenn man mir etwas aufzwingen will. Aber bei meiner Entscheidung war auch keine Sturheit im Spiel. Selbst das habe ich überprüft.

 

Ich verstehe alle Seiten. Jene, die sich impfen lassen und jene, die sich nicht impfen lassen. Was ich nicht mag ist das Spiel mit Angst (auf beiden Seiten), die Polarisierung, die Schwarzweißmalerei und unüberlegte Anschuldigungen.

 

Sich nicht impfen zu lassen, hat m.E. auch nichts mit mangelnder Solidarität zu tun. Es gibt Grenzen, was ich bereit bin aus Solidarität zu tun. Und diese Grenze wird jedenfalls überschritten, wenn es um meine körperliche Unversehrtheit geht. Ganz abgesehen davon, stellt sich für mich die Frage, ob eine Impfung, die die meisten aus Angst vor der eigenen Erkrankung in Kauf nehmen, damit überhaupt ein Akt der Solidarität sein kann.

 

By the way: mir ist nicht verständlich, warum der Totimpfstoff so lange auf sich warten lässt, während alles andere wie Schwammerl aus dem Boden schießt. Ich weiß, man sollte am besten nichts hinterfragen und alles hinnehmen, wie es einem serviert wird.

 

Was ich tatsächlich nicht hinterfrage ist mein Gefühl. Und sollte es mir morgen sagen, geh impfen, dann werde ich das tun.

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