Im Paradies

2 Tage lang bin ich den Garten rauf und runter gerannt und habe dabei zig Kilometer zurück gelegt. Der große Traktoranhänger ist jetzt voll mit alten Ästen, einem ganzen Baum und Nusslaub. Die Hühner sind mir irgendwann ausgebüchst, aber sie sind so ängstlich, dass sie ohnehin hinter mir hertraben. Schön langsam gewöhnen wir uns aneinander. Mein Kater Lucky ist noch nicht ganz zufrieden. Heute in der Früh hat er mir einen Hasen gebracht. Ich denke, er hat wirklich Angst, dass ich bald mit einem Hund antanze. Aber ich überlege ohnehin eher ein Hausschwein oder Gänse.

 

Ich bin hundemüde und sehr, sehr glücklich. Vor einiger Zeit bin ich gefragt worden, ob Österreich nicht ein Paradies sei. Das sehe ich nicht so. Dazu ist in letzter Zeit politisch zu vieles schief gelaufen.

Das Paradies ist für mich ein Ort, den man sich selbst erschaffen muss. Und wenn man ihn in sich gefunden hat, dann ist er überall auf der Welt zu finden. Ob Santorini oder Ottenthal ist dann gleichwertig. Ottenthal 33 war nicht immer so. Es hat sich gemeinsam mit mir gewandelt. Ich bin sehr dankbar über die viele Natur, die mich hier umgibt. Wild und ungezähmt, so mag ich sie am liebsten. Es ist die Stille, die hier besonders auffällt. Vor allem den Wienern, die den Lärm schon so sehr gewöhnt sind. Die Fasane, meine Mitbewohner, machen sich gerade lautstark bemerkbar und mein Kater läuft freudig auf mich zu. Es sind die kleinen Dinge, die das Herz erfreuen. Für mich ist es das Paradies auf Erden, das ich bewohnen und mit meiner Energie füllen darf. Ich wünsche dir von Herzen, dass auch du dein Paradies gefunden hast. Zuerst in dir und dann im Außen. 

 

Ottenthal 33
Ottenthal 33

... und ein bisschen Santorini darf auch in Ottenthal nicht fehlen ...

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