Lefteris

Mein guter Freund Lefteris hat gestern sein irdisches Gewand abgelegt und ist weitergezogen. Für mich war er Heimat. Erst kürzlich fragte er mich, ob ich auch heuer wieder nach Santorini komme. "Natürlich", habe ich gesagt. Wie könnte ich nicht. 

Aber Santorini ist ohne ihn nicht das Santorini, das ich so liebe. Das mir soviel bedeutet. Er hatte für jeden ein offenes Ohr, eine offene Tür und im Winter für alle, die bei ihm reingeschneit sind, ein warmes Essen und für mich immer wieder auch eine Unterkunft, wenn ich eine brauchte. In seinem Herzen hatten alle einen Platz. Ich wusste, ganz egal was passiert, ich kann zu ihm kommen. Er bot mir einen sicheren Hafen in einem "fremden" Land. Über unsere Freundschaft darf ich mich glücklich schätzen. Santorini war für mich - durch ihn - ein Ort der Wärme, der Liebe und der Güte.

Beim Schreiben dieser Zeilen wird mir klar, was ein Mensch im Stillen bewirken kann. Er war nicht laut, führte ein bescheidenes Leben, aber alle die mit ihm zu tun hatten, fühlten seine Liebe. Er war einer meiner besten Lehrer und ich danke ihm zutiefst für seine Begleitung. Ich wünsche ihm alles Gute auf seiner Weiterreise.

Oft macht ein einziger Mensch den Unterschied.

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