Vertrauen

In Indien besuchte ich eine Ayurvedaklinik. Keine touristische, eine wirklich indische. Es war - wie in Indien so üblich - dreckig, nicht ein bisschen, nein, absolut grenzwertig. Ich hatte ein körperliches Anliegen. Die Ärztin meinte, man könne mir in der Klinik helfen.

 

Ich bekam verschiedene Behandlungen. Einmal wurde mein ganzer Körper mit einer Paste eingeschmiert. Abwaschen konnte ich die eingetrocknete Pampe mit einem Schnabelhäferl, weil Dusche gab es keine. Noch Tage danach war das "Badezimmer" so, wie ich es verlassen hatte. Auf dieser Reise lernte ich vieles über mich. Auch, dass meine Hygienemaßstäbe massiv runter gefahren werden können, wenn es erforderlich ist. Aber das Wichtigste: ich lernte 

zu vertrauen.

Ich vertraute mir und meinem Bauchgefühl. Auf Reisen bist du ganz mit dir beschäftigt. Die wichtigsten Fragen: wo geht es als nächstes hin, wann fahre ich weiter, wo schlafe ich, was esse ich, mit welchen Menschen umgebe ich mich. Das sind die essentiellen Fragen, wenn man sich alleine auf Reisen macht (nicht zu verwechseln mit einem Urlaub). Man ist automatisch im "Hier und Jetzt" und das wiederum erdet so wunderbar. Dadurch können sich auch Wünsche viel leichter und schneller manifestieren (kein Widerstand). 

 

Ich war schon sehr erschöpft und wollte eine Ayurvedabehandlung. Ich wurde ziemlich zeitnah nach Absenden meines Wunsches in diese Klinik geführt und deswegen war ich im Vertrauen, dass dies der richtige Ort für mich war (auch wenn er auf den ersten Blick nicht so erschien). Und mein körperliches Anliegen war danach Geschichte. Tatsächlich konnte mir geholfen werden.

 

der Massageraum
der Massageraum

Ich vertraute.

Was ich dir und mir damit mitgeben möchte? Nimm die Lektionen des Lebens an als von dir kreiert und vertrau darauf, dass sie dich wachsen lassen und vielleicht neue Aspekte von dir zum Vorschein bringen, die du davor nicht kanntest. Sei klug und nutze deine Erfahrungen für persönliches Wachstum. 

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